Briefe aus Bildern – Personalisiertes Kinderbuch
Ein Abschied voller Mut und Freundschaft
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„Briefe aus Bildern“ zum Nachlesen
Der vollständige Text dieses Beispielbuchs – zum Vorlesen oder um ein Gefühl für Länge und Erzählstil zu bekommen.
Seite 1
In Tildas Zimmer stapeln sich Kisten bis fast unter die Decke. Morgen kommt der Umzugswagen und dann zieht Tilda mit ihrer Familie in eine neue Stadt. Doch heute klopft es an die Fensterscheibe. Draußen steht Ole mit einem Bleistift und einem Zettel voller Kringel. „Komm raus!“, ruft er. „Ich habe einen Plan!“
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Auf den Zettel hat Ole drei Dinge gemalt: einen Baum, eine Welle und eine Bank. „Unsere Lieblingsorte“, sagt er stolz. „Die besuchen wir heute alle. Und das Wort Tschüss ist verboten. Wir sagen nur noch: Bis Brief!“ Tilda lacht so laut, dass eine Taube auffliegt. Mama hat erlaubt, dass sie bis zum Abendessen draußen bleiben.
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Zuerst kommt der Kletterbaum. Tilda legt beide Hände auf die raue Rinde und schaut nach oben. Ganz oben gibt es einen dicken Ast, bis zu dem sie sich noch nie getraut hat. „Heute schon“, sagt sie. Ihr Herz klopft schnell, weil sie ein bisschen Angst hat und es trotzdem unbedingt will. Ole stellt sich unten hin und feuert sie an.
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Seite 4
Ast um Ast klettert Tilda höher und hält sich dabei immer gut fest. Dann sitzt sie oben und sieht alles: die Dächer, den Spielplatz und den Bach, der in der Sonne glitzert. „Tilda, du bist ja höher als die Spatzen!“, ruft Ole. Tilda ist so stolz, dass sie am liebsten bis in die neue Stadt winken würde.
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Vorsichtig klettert sie wieder hinunter. Ole klopft dem Baum auf den Stamm. „Bis Brief, Baum!“ „Ein Baum kann doch keine Briefe lesen!“, kichert Tilda. „Dann schreibe ich ganz groß“, sagt Ole. Er überlegt kurz. „Na ja, ich kann eigentlich nur O, L und E.“ Er sagt es lustig, aber Tilda merkt, dass ihm das Sorgen macht.
Seite 6
Am Bach ziehen beide Schuhe und Socken aus. Das Wasser ist so kalt, dass Ole quietscht wie eine Fahrradbremse. Sie waten nur bis zu den Knöcheln hinein und suchen Steine. Ole hält einen dicken, buckeligen hoch. „Ein Kartoffelstein!“, ruft er. Tilda findet einen glatten grauen Stein mit einem weißen Streifen rundherum, wie ein Gürtel.
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Danach sitzen sie am warmen Ufer und lassen die Füße trocknen. Ole ist auf einmal ganz still. „Wie soll ich dir denn Briefe schreiben?“, fragt er leise. „Mit drei Buchstaben wird das ein ziemlich kurzer Brief.“ Jetzt macht sich auch Tilda Sorgen, denn sie kann selbst erst ein paar Wörter schreiben. Nachdenklich dreht sie ihren Streifenstein in der Hand.
Seite 8
Am Spielplatz wartet die nächste Überraschung, aber leider keine schöne. Um ihre Bank ist ein rot-weißes Band gespannt und daran hängt ein Schild mit einem Farbeimer darauf. Frisch gestrichen! Tilda ist richtig enttäuscht. Ausgerechnet heute, an ihrem letzten Tag hier, dürfen sie nicht auf ihrer Bank sitzen. Ole lässt sich ins Gras plumpsen und seufzt.
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Da entdeckt Tilda den Maler, der am Klettergerüst streicht. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und geht zu ihm. „Das ist unsere Lieblingsbank“, sagt sie. „Und morgen ziehe ich weg.“ „Ohne uns langweilt sie sich bestimmt“, fügt Ole hinzu. Der Maler lacht und gibt ihnen einen dünnen Pinsel. „Unter der Armlehne ist noch Platz. Malt etwas Schönes!“
Seite 10
Ole will schon seinen Namen malen, da hat Tilda eine Idee. Sie denkt an Oles Zettel mit dem Baum, der Welle und der Bank. „Wir malen keine Buchstaben“, ruft sie. „Wir malen Bilder! Ein Baum heißt Kletterbaum, eine Welle heißt Bach und eine Bank heißt Bank. Das wird unsere Geheimschrift. Damit können wir uns alles schreiben!“
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Ole ist sofort Feuer und Flamme und dann sprudeln die Ideen nur so aus ihm heraus. „Ein lachender Mund heißt: Ich bin froh! Eine Sonne heißt: Heute ist schönes Wetter. Und eine Kartoffel heißt Ole!“ Tilda prustet los. Gemeinsam malen sie die Zeichen klein unter die Armlehne, damit die Bank ihre Geheimschrift für immer behält.
Seite 12
Dann setzen sie sich auf den Rand vom Sandkasten, genau gegenüber ihrer Bank, die in der Sonne trocknet. Ole übt Kartoffeln im Sand, eine dicker als die andere. Tilda dreht heimlich Oles Zettel um und leiht sich seinen Bleistift. Sie malt einen Baum, eine Welle, eine Bank, eine Kartoffel und ein großes Herz. Dann faltet sie den Zettel ganz klein.
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Jetzt holt Tilda ihren Streifenstein aus der Hosentasche. „Der ist für dich“, sagt sie. „Damit du an den Bach denkst. Und an mich.“ Ole legt ihr feierlich seinen Kartoffelstein in die Hand. „Und der ist für dich. Falls du mal Hunger auf Ole hast.“ Sie haken die kleinen Finger ineinander und versprechen sich Briefe, ganz viele.
Seite 14
Als die Sonne schon tief steht, gehen sie zusammen zurück bis zu Tildas Gartentor. Ole holt Luft. „Also dann, Tsch…“ Schnell hält er sich den Mund zu. „Fast hätte ich das verbotene Wort gesagt!“ Tilda lacht und drückt ihm den gefalteten Zettel in die Hand. „Bis Brief?“, fragt Ole. „Nein“, sagt Tilda. „Der erste Brief ist schon da.“
Seite 15
Ole faltet den Zettel auf und liest langsam, Bild für Bild. „Kletterbaum, Bach, Bank, Ole und Tilda hat mich lieb!“ Er ist so glücklich, dass er hüpft. „Ich kann deinen Brief lesen! Du bist die schlauste Freundin der Welt. Ich schreibe sofort zurück, mit ganz vielen Kartoffeln.“ Dann umarmt er Tilda ganz fest und Tilda weiß: So eine Freundschaft passt in jeden Briefumschlag, egal wie weit weg.
Über dieses personalisierte Kinderbuch
„Briefe aus Bildern“ ist ein Beispielbuch von Kreativbuch. Genau so ein Buch kannst du für dein eigenes Kind erstellen: mit Namen, Aussehen und bis zu fünf Charakteren, vom Geschwisterkind bis zum Haustier. Geschichte und Illustrationen entstehen dabei jedes Mal individuell neu.
Dieses Buch wurde im Stil „Aquarell“ illustriert, einem von 13 Illustrationsstilen, aus denen du beim Erstellen wählen kannst.
Die Geschichte eignet sich für Kinder im Alter von 5-7 Jahren und umfasst 15 illustrierte Seiten.
Häufige Fragen zu diesem Buch
- Kann mein Kind die Hauptrolle in einem Buch wie „Briefe aus Bildern“ spielen?
- Ja. Du legst Name und Aussehen deines Kindes fest und kannst bis zu fünf Charaktere hinzufügen. Die Geschichte und alle Illustrationen werden individuell für dein Kind erstellt.
- In welchen Formaten gibt es ein Buch wie „Briefe aus Bildern“?
- Als digitales PDF zum Sofort-Download oder gedruckt als Softcover und Premium-Hardcover mit 32 Seiten in Vollfarbe. Die aktuellen Preise findest du auf der Preisseite.
- Wie lange dauert es, ein eigenes Buch zu erstellen?
- Das digitale PDF ist in etwa 15 bis 30 Minuten fertig. Gedruckte Bücher kommen ungefähr 4 bis 9 Tage nach deiner Druckfreigabe bei dir an.
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