Die Torhüterin im Regen – Personalisiertes Kinderbuch

Mut, Vertrauen und ein nasses Pokalfinale

Stil: Sanfte CharakterweltDiesen Stil verwenden
Buchcover von „Die Torhüterin im Regen“
Kreativbuch
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„Die Torhüterin im Regen“ zum Nachlesen

Der vollständige Text dieses Beispielbuchs – zum Vorlesen oder um ein Gefühl für Länge und Erzählstil zu bekommen.

Seite 1

Der Regen hatte schon drei Pfützen in Selins Torraum gemalt, bevor das Pokalfinale überhaupt anfing. Selin stampfte durch die größte und zog ihre Torwarthandschuhe fest. Da kam Emma über den Platz gerannt, die Kapitänsbinde schief am Arm und ein Heft in einer Plastiktüte unter der Jacke. „Geheimwaffe“, flüsterte sie und grinste so breit, dass Selin sofort mitgrinsen musste.

Seite 2

In dem Heft standen Emmas Notizen über den FC Eichental, die sie beim Halbfinale gesammelt hatte. „Nummer 9 schießt immer flach nach links. Nummer 4 bindet sich vor jedem Schuss den Schuh zu, auch wenn er gar nicht offen ist.“ Selin lachte, doch dann wurde sie still. „Und wenn es ins Elfmeterschießen geht? Und wenn ich keinen halte?“ Emma klopfte auf die Tüte. „Dafür hab ich ja das hier.“

Seite 3

Das Spiel war eine einzige Rutschpartie. Der Ball klebte im Matsch, sprang plötzlich weg und Selin warf sich zweimal so weit, dass sie danach aussah wie ein Schokoladenpudding. Emma köpfte kurz vor der Pause das 1:1 und jubelte mit beiden Armen in den Regen. Danach fiel kein Tor mehr, so sehr sich beide Mannschaften auch abmühten. Als das Spiel vorbei war, wussten alle, was jetzt kam: Elfmeterschießen.

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Seite 4

Plötzlich fühlte sich Selins Bauch an wie ein Knoten aus nassen Schnürsenkeln. Vor dem Ball hatte sie keine Angst, aber vor den Gesichtern ihrer Mannschaft, falls alle Schüsse ins Netz gingen. Die Trainerin, Frau Albers, legte ihr kurz die Hand auf die Schulter. „Du musst nicht alle halten, Selin. Du musst nur da stehen.“ Selin nickte, doch der Knoten blieb.

Seite 5

Emma zog das Heft aus der Tüte, schlug es auf und erstarrte. Der Regen war durch ein Loch gesickert und die Tinte war zu blauen Wolken zerlaufen. Bis auf die Zeile über Nummer 9 war keine Nummer mehr zu lesen, kein einziger Schuh. Einen Moment lang sah Emma richtig traurig aus, weil sie so viele Abende daran geschrieben hatte. Dann prustete sie los. „Sieht aus wie eine Wetterkarte. Passt ja.“

Seite 6

Selin konnte nicht mitlachen. Ohne die Notizen kam sie sich vor, als müsste sie mit verbundenen Augen ins Tor. „Und wenn ich keinen halte?“, fragte sie leise. Emma schob das nasse Heft in ihre Jackentasche und sah sie fest an. „Du brauchst kein Heft. Im Training hast du mich so oft durchschaut, dass ich schon gar nicht mehr gegen dich schießen will.“

Seite 7

Die erste Schützin von Eichental lief an und Selin sprang nach rechts. Der Ball zischte links ins Netz. Beim zweiten Schuss passierte genau dasselbe, nur andersherum. Ihre eigene Mannschaft traf zweimal, aber Selin hörte das Jubeln kaum. Sie fühlte sich schwer und ein bisschen beschämt, als würde jeder Zuschauer am Rand nur auf ihre matschigen Handschuhe starren.

Seite 8

Vor dem dritten Schuss zwang Selin sich, nicht zu raten, sondern hinzusehen. Da bemerkte sie es: Die Schützin warf einen ganz kurzen Blick in die rechte Ecke, bevor sie loslief. Selin wartete bis zur letzten Sekunde und flog nach rechts. Platsch! Sie landete mitten in der Pfütze, aber der Ball lag fest in ihren Armen. Vom Rand kam ein Schrei, so laut wie ein Gewitter.

Seite 9

Doch dann verschoss Mia aus der Abwehr und der vierte Schuss von Eichental war so hart, dass Selin ihn nur noch an den Fingerspitzen spürte, bevor er im Netz zappelte. Beim vierten Versuch traf Selins Mannschaft zwar wieder, doch auch Eichentals fünfte Schützin verwandelte sicher. Jetzt stand es 4:3 für Eichental und es fehlte nur noch ein letzter Schuss. Wer ihn schießen musste, wusste jeder: die Kapitänin. Emma ging zum Punkt und ihr Gesicht war plötzlich ganz blass.

Seite 10

Selin rannte ihr hinterher, obwohl das eigentlich nicht erlaubt war, und die Schiedsrichterin ließ sie gewähren. „Und wenn ich verschieße?“, flüsterte Emma, und Selin hörte, wie viel Angst in dieser kleinen Frage steckte. Da musste Selin lächeln, weil sie die Antwort plötzlich ganz genau kannte. „Dann halte ich eben den nächsten. Aber du verschießt nicht.“

Seite 11

Emma legte den Ball zurecht, atmete einmal tief durch und lief an. Sie schoss nicht fest, sondern klug, flach und genau neben den Pfosten, während die Torhüterin von Eichental in die falsche Richtung rutschte. 4:4! Emma drehte sich um, und weil sie vor lauter Freude nicht wusste, wohin mit sich, sprang sie Selin direkt in die Arme. Jetzt ging es um alles.

Seite 12

Nummer 9 von Eichental trat an. Emma zog das nasse Heft aus der Tasche und hielt es hoch: Ausgerechnet eine Zeile war nicht zerlaufen. „Flach nach links“, stand dort. Selin nickte, doch dann sah sie die Augen der Schützin, die ganz kurz nach rechts huschten. Heft oder eigener Blick? Selin hatte nur einen Atemzug, um sich zu entscheiden.

Seite 13

Sie vertraute sich selbst. Die Schützin lief an, Selin wartete und warf sich nach rechts, so weit sie konnte. Der Ball knallte gegen ihre Handschuhe und prallte zurück ins Feld. Gehalten! Selin blieb im Matsch liegen, weil ihr Herz so wild klopfte, dass sie lachen musste. Gleich darauf lief Jana an und schoss ins Netz. Pokalsieg!

Seite 14

Die ganze Mannschaft stürzte auf Selin zu, und weil der Platz so rutschig war, landeten alle in einem einzigen, quietschenden Haufen. Ganz unten lag Selin, ganz oben Emma, und irgendwo dazwischen schrie Frau Albers vor Freude. Als die Schiedsrichterin den Pokal brachte, hörte der Regen auf, als hätte er nur auf diesen Moment gewartet.

Seite 15

Später saßen Selin und Emma unter dem Vordach, die Füße voller Schlamm. Emma riss die einzige lesbare Seite aus ihrem Heft, strich „Nummer 9“ durch und schrieb darunter: „Nummer 1. Hält, was zählt.“ Selin steckte den Zettel in ihren Handschuh. Zu Hause würde sie alles erzählen, aber jetzt wollte sie nur hier sitzen. „Ohne dich hätte ich mich das nie getraut“, sagte sie. Emma lehnte sich an ihre Schulter. „Doch. Ich wollte nur dabei sein, wenn du es merkst.“

Über dieses personalisierte Kinderbuch

„Die Torhüterin im Regen“ ist ein Beispielbuch von Kreativbuch. Genau so ein Buch kannst du für dein eigenes Kind erstellen: mit Namen, Aussehen und bis zu fünf Charakteren, vom Geschwisterkind bis zum Haustier. Geschichte und Illustrationen entstehen dabei jedes Mal individuell neu.

Dieses Buch wurde im Stil „Sanfte Charakterwelt“ illustriert, einem von 13 Illustrationsstilen, aus denen du beim Erstellen wählen kannst.

Die Geschichte eignet sich für Kinder im Alter von 9-12 Jahren und umfasst 15 illustrierte Seiten.

Häufige Fragen zu diesem Buch

Kann mein Kind die Hauptrolle in einem Buch wie „Die Torhüterin im Regen“ spielen?
Ja. Du legst Name und Aussehen deines Kindes fest und kannst bis zu fünf Charaktere hinzufügen. Die Geschichte und alle Illustrationen werden individuell für dein Kind erstellt.
In welchen Formaten gibt es ein Buch wie „Die Torhüterin im Regen“?
Als digitales PDF zum Sofort-Download oder gedruckt als Softcover und Premium-Hardcover mit 32 Seiten in Vollfarbe. Die aktuellen Preise findest du auf der Preisseite.
Wie lange dauert es, ein eigenes Buch zu erstellen?
Das digitale PDF ist in etwa 15 bis 30 Minuten fertig. Gedruckte Bücher kommen ungefähr 4 bis 9 Tage nach deiner Druckfreigabe bei dir an.

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Text und Illustrationen dieses Buches wurden mit KI erstellt.