Der Glutstein und der Mut – Personalisiertes Kinderbuch
Ein Abenteuer zwischen Dachboden und Drachenfeuer
Seite 0 von 15
„Der Glutstein und der Mut“ zum Nachlesen
Der vollständige Text dieses Beispielbuchs – zum Vorlesen oder um ein Gefühl für Länge und Erzählstil zu bekommen.
Seite 1
Auf dem Dachboden roch es nach Staub und alten Geschichten. Elias kroch hinter ein paar Kisten, als dort plötzlich etwas Silbernes blitzte. Es war ein Ritterhelm, verbeult und so schwer, dass Elias ihn mit beiden Händen halten musste. Innen stand in winzigen Buchstaben eingeritzt: „Wer mich trägt, wird gebraucht.“ Elias grinste, denn gebraucht werden klang nach einem richtigen Abenteuer.
Seite 2
Er setzte den Helm auf. Der rutschte ihm sofort über die Augen und alles wurde dunkel. Dann wehte ihm frischer Wind um die Ohren, ein Pferd wieherte und irgendwo klapperten Töpfe. Elias schob den Helm hoch und staunte. Er stand mitten auf einem Burghof zwischen bunten Fahnen, Strohballen und einem alten Brunnen. Das hier war keine Verkleidung. Das war eine echte Ritterburg!
Seite 3
„Da bist du ja endlich!“, rief ein Junge mit einem Eimer in der Hand. „Bist du der neue Knappe?“ Elias wollte den Kopf schütteln, aber der Helm wackelte so, dass es wie ein Nicken aussah. „Prima“, sagte der Junge, „ich bin Hugo. Wir haben ein riesiges Problem. Heute Abend ist Burgfest und der Glutstein ist weg. Ohne ihn brennt das Festfeuer nicht.“
Alle weiteren 12 Seiten lesen
Seite 4
Hugo erklärte alles im Laufen. Der Glutstein lag seit hundert Jahren in einer Schale oben auf dem Turm und war immer warm. Heute Morgen aber war die Schale leer gewesen und eine Spur aus Ruß führte hinunter in den Burgkeller. „Dort unten faucht etwas“, flüsterte Hugo. „Die Ritter haben es schon versucht. Schau selbst.“ Am Kellertor saßen drei Ritter in voller Rüstung und rieben sich die verrußten Bärte.
Seite 5
„Kaum sind wir auf der Treppe, scheppert unsere Rüstung und schon pustet uns das Biest Rauch ins Gesicht“, brummte Ritter Kunibert. „Ohne dickere Rüstung kein Mut!“ Die anderen nickten, dass es nur so klirrte. Elias fand, dass echte Ritter viel lauter waren als die in Büchern. Hugo aber stellte den Eimer ab und sagte entschlossen: „Dann gehen eben wir. Wir sind kleiner.“
Seite 6
Elias schluckte. Er war gern mutig, wenn es hell war und er sehen konnte, wohin er trat. Aber ein finsterer, fremder Keller voller Fauchen, das war etwas ganz anderes, und die Angst kroch ihm kalt in den Bauch. Er drückte den Helm fester auf den Kopf, doch der rutschte wieder über seine Augen. „Mit dem Ding sehe ich ja noch weniger“, murmelte er und klemmte ihn unter den Arm.
Seite 7
Hugo hatte eine Idee. „Die Ritter scheppern, darum hört es sie kommen. Wir gehen barfuß.“ Also zogen sie Schuhe und Strümpfe aus und Hugo nahm eine kleine Laterne vom Haken. Die Kellerstufen waren eiskalt. Mit jeder Stufe wurde es dunkler und von unten kam ein Geräusch, das klang wie ein Blasebalg mit Schnupfen. Elias hatte große Angst. Trotzdem ging er weiter, Stufe für Stufe.
Seite 8
Plötzlich flackerte die Laterne und ging aus. Alles war pechschwarz. Elias hörte sein Herz pochen und wollte nur noch zurück nach oben. Da tastete Hugos Hand nach seiner. „Ich hab auch Angst“, flüsterte Hugo. „Aber zu zweit ist sie nur halb so groß.“ Elias hielt die Hand ganz fest und merkte, dass Hugo recht hatte. Die Angst war noch da, aber sie war kleiner geworden. Sie gingen weiter.
Seite 9
Ganz hinten im Keller glühte etwas orange. Zwischen alten Fässern lag ein Drache, nicht größer als ein Hund, und hielt den Glutstein umklammert wie eine Wärmflasche. Als er die Jungen sah, blies er die Backen auf. Doch statt Feuer kam nur ein jämmerliches „Hatschi!“ und eine kleine Rußwolke. Hugo zeigte auf den Schwanz des Drachen. „Schau mal“, flüsterte er. „Der zittert ja.“
Seite 10
„Ihr wollt mir meinen warmen Stein wegnehmen“, schniefte der Drache. „Dabei ist mein Feuer seit dem ersten Frost ganz kalt geworden. Ich heiße Glimm und mir ist so schrecklich kalt.“ Da vergaß Elias seine Angst, denn jetzt tat ihm der kleine Drache einfach nur leid. Er wusste genau, wie sich Frieren anfühlte. Seine eigenen nackten Zehen waren auf dem Kellerboden nämlich gerade zu Eiszapfen geworden.
Seite 11
Da hatte Elias die Idee. „Glimm, das Festfeuer heute Abend wird das größte Feuer der ganzen Burg. Wenn du den Stein zurückbringst, darfst du dich direkt daneben wärmen. Die ganze Nacht lang!“ Glimm blinzelte misstrauisch. „Und die scheppernden Männer?“ Hugo stellte sich gerade hin. „Die sind laut, aber nett. Ich bin ihr Knappe und ich verspreche es dir.“
Seite 12
So stiegen sie hinauf: zwei barfüßige Jungen und ein Drache, der den Glutstein an seine Brust drückte. Auf dem Burghof fielen den Rittern vor Schreck fast die Helme vom Kopf. Hugo ging ruhig voran zum Turm und Elias hielt Glimms kalte Pfote. Oben legte der Drache den Stein in die Schale. Sofort loderte das Festfeuer auf, so hell, dass die ganze Burg golden leuchtete.
Seite 13
Glimm kuschelte sich an die warmen Steine und schnurrte wie eine Katze und mit jedem Schnurren wurden seine eigenen Funken heller. Ritter Kunibert schüttelte Elias die Hand. „Ohne Rüstung in den Keller, barfuß und im Dunkeln! Das hätte keiner von uns gewagt.“ Hugo legte Elias den Arm um die Schultern. „Ohne Rüstung, aber mit Mut“, sagte er. „Und mit sehr kalten Füßen.“
Seite 14
Dann wurde gefeiert. Es gab frisches Brot, Äpfel aus dem Ofen und Musik und Glimm durfte zum ersten Mal Funken in den Nachthimmel pusten, die wie kleine Sterne zerplatzten. Elias und Hugo tanzten, bis ihnen schwindelig war. Später saßen sie nebeneinander am Feuer und ihre Füße waren endlich warm. „Bist du eigentlich wirklich der neue Knappe?“, fragte Hugo. Elias lachte und erzählte ihm alles.
Seite 15
Als der Mond hoch am Himmel stand, wusste Elias, dass er nach Hause musste. Hugo drückte ihm eine winzige, warme Drachenschuppe in die Hand. „Damit du nie vergisst, wie mutig du bist, Elias.“ Elias setzte den Helm auf und schon saß er wieder auf dem Dachboden, barfuß, denn seine Schuhe standen noch auf der Burg. Gleich würde er Mama alles erzählen. Die Schuppe glühte warm in seiner Hand, und Elias lächelte, denn irgendwo saß sein Freund Hugo am Feuer und dachte an ihn.
Über dieses personalisierte Kinderbuch
„Der Glutstein und der Mut“ ist ein Beispielbuch von Kreativbuch. Genau so ein Buch kannst du für dein eigenes Kind erstellen: mit Namen, Aussehen und bis zu fünf Charakteren, vom Geschwisterkind bis zum Haustier. Geschichte und Illustrationen entstehen dabei jedes Mal individuell neu.
Dieses Buch wurde im Stil „Malerisches Kinderbuch“ illustriert, einem von 13 Illustrationsstilen, aus denen du beim Erstellen wählen kannst.
Die Geschichte eignet sich für Kinder im Alter von 7-9 Jahren und umfasst 15 illustrierte Seiten.
Häufige Fragen zu diesem Buch
- Kann mein Kind die Hauptrolle in einem Buch wie „Der Glutstein und der Mut“ spielen?
- Ja. Du legst Name und Aussehen deines Kindes fest und kannst bis zu fünf Charaktere hinzufügen. Die Geschichte und alle Illustrationen werden individuell für dein Kind erstellt.
- In welchen Formaten gibt es ein Buch wie „Der Glutstein und der Mut“?
- Als digitales PDF zum Sofort-Download oder gedruckt als Softcover und Premium-Hardcover mit 32 Seiten in Vollfarbe. Die aktuellen Preise findest du auf der Preisseite.
- Wie lange dauert es, ein eigenes Buch zu erstellen?
- Das digitale PDF ist in etwa 15 bis 30 Minuten fertig. Gedruckte Bücher kommen ungefähr 4 bis 9 Tage nach deiner Druckfreigabe bei dir an.
Weitere Kinderbücher zum Durchblättern
Alle Bücher ansehenText und Illustrationen dieses Buches wurden mit KI erstellt.