Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan – Personalisiertes Kinderbuch

Eine mutige Geschichte über Lampenfieber, Zusammenhalt und das Gefühl, genau richtig zu sein

Stil: 3D-FilmglanzDiesen Stil verwenden
Buchcover von „Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan“
Kreativbuch
Weitere Geschichte erstellen

„Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan“ zum Nachlesen

Der vollständige Text dieses Beispielbuchs – zum Vorlesen oder um ein Gefühl für Länge und Erzählstil zu bekommen.

Seite 1

Um halb sieben am Sonntagmorgen lief Mathilda im Schlafanzug durch den Flur. Sie hielt einen Kochlöffel vor die Brust, als wäre er eine Kerze. Sie wollte ganz feierlich gehen, doch nach drei Schritten war sie schon wieder viel zu schnell. „So geht das nicht“, murmelte sie. Heute war ihre Erstkommunion und in ihrem Bauch flatterte es, als hätte sie einen ganzen Schwarm Spatzen verschluckt.

Seite 2

Beim Frühstück schob Mathilda ihr Brötchen nur auf dem Teller hin und her. „Was ist, wenn ich auf mein Kleid trete?“, fragte sie. „Oder wenn die Kerze wackelt? Oder wenn ich mich in die falsche Bank setze und alle gucken?“ Mama legte ihre Hand auf Mathildas Hand. Mathilda hatte Lampenfieber, so richtig, und am liebsten hätte sie den Einzug noch hundertmal geübt.

Seite 3

Papa wischte sich die Krümel vom Mund. „Weißt du was? Ich habe keine Ahnung, wie so ein Einzug geht. Bring es mir bei.“ Er holte eine Gurke aus dem Kühlschrank und hielt sie feierlich hoch über den Kopf. Mathilda musste grinsen. „Die Kerze hält man vor der Brust, Papa, nicht über dem Kopf. Und man geht ganz langsam, Schritt für Schritt.“

Alle weiteren 12 Seiten lesen

Seite 4

Papa marschierte los wie ein Soldat, stieß mit der Gurke gegen die Lampe und wäre fast über seine eigenen Hausschuhe gestolpert. „Langsamer!“, rief Mathilda lachend. Jetzt ging Papa so langsam, dass er beinahe rückwärts lief. „Ich hab's“, sagte er. „Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan.“ Dabei reckte er den Hals so hoch, dass Mathilda sich vor Lachen den Bauch hielt.

Seite 5

Danach half Mama ihr in das weiße Kleid und setzte ihr den Haarreif auf. Im Spiegel sah Mathilda wunderschön feierlich aus, aber das Flattern war wieder da. „Und wenn ich doch etwas falsch mache?“, flüsterte sie. Mama kniete sich vor sie hin. „Dann machst du eben etwas falsch. Heute geht es nicht ums Perfektsein, mein Schatz. Es geht darum, dass du da bist, genau so, wie du bist.“

Seite 6

Dann zupfte Mama an ihrem eigenen Ohrläppchen. „Das ist ab heute unser Geheimzeichen. Wenn ich das in der Kirche mache, heißt es: Alles gut, ich bin stolz auf dich.“ Mathilda übte das Zeichen gleich zurück. Da kam Papa mit der Kommunionkerze herein. Sie war mit einer goldenen Taube und einem Regenbogen verziert und unten steckte eine Manschette aus Papier, damit kein Wachs aufs Kleid tropfte.

Seite 7

Vor der Kirche standen schon die anderen Kommunionkinder in ihren weißen Kleidern und Anzügen. Die Glocken läuteten so laut, dass Mathilda ihr eigenes Herz kaum hörte, aber sie spürte es wild klopfen. Mama und Papa gingen hinein, um sich in die Bank zu setzen. Hinter Mathilda stand ein Junge namens Jonas und seine Kerze zitterte so sehr, dass die Taube darauf zu tanzen schien.

Seite 8

„Ich vergesse bestimmt alles“, sagte Jonas leise. Da merkte Mathilda, dass er genau dieselbe Angst hatte wie sie. Sie beugte sich zu ihm. „Ich kenne einen Trick“, flüsterte sie. „Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan.“ Dabei reckte sie ein kleines bisschen den Hals. Jonas prustete los und hielt sich schnell die Hand vor den Mund. Seine Kerze hörte auf zu zittern. „Danke für die Schnecke“, flüsterte er.

Seite 9

Dann begann die Orgel zu spielen und die Kinder zogen in die Kirche ein. Mathilda ging langsam wie eine Schnecke und stolz wie ein Schwan und ihre Kerze wackelte kein bisschen. Doch vorne bog sie nach links ab statt nach rechts. Erst als sie schon in der Bank stand, merkte sie es. Ihr wurde ganz heiß im Gesicht, denn genau davor hatte sie sich am meisten gefürchtet.

Seite 10

Mathilda suchte Mama. Da saß sie, ein paar Reihen weiter hinten, und zupfte an ihrem Ohrläppchen. Papa saß daneben und zwinkerte ihr zu. Mathilda atmete tief durch, schlüpfte leise aus der Bank und ging hinüber auf die richtige Seite. Niemand schimpfte und der Pfarrer lächelte ihr sogar freundlich zu. Das Flattern im Bauch wurde zu einem warmen, ruhigen Gefühl.

Seite 11

Der Gottesdienst war feierlich und schön. Die Kerzen der Kinder leuchteten alle zusammen und Mathilda fand, dass ihre am hellsten brannte. Draußen auf dem Kirchplatz warteten Mama und Papa schon strahlend auf sie. Papa hob Mathilda hoch. „Du warst die stolzeste Schnecke der ganzen Kirche. Und die mutigste, als du einfach die Seite gewechselt hast.“

Seite 12

Im Garten hatte Papa schon am Abend vorher Lichterketten zwischen die Bäume gehängt. Auf dem langen Tisch standen Kuchen mit Sahne, Schokolade und bunten Streuseln. Bald kamen die Gäste und Mathildas Freundinnen aus der Kommuniongruppe, und alle wollten die verzierte Kerze sehen. Mathilda stellte sie mitten auf den Tisch. Da hatte sie plötzlich eine Idee, die mit Schnecken zu tun hatte.

Seite 13

„Wir machen ein Spiel!“, rief Mathilda. „Das Schneckenschwan-Rennen. Jeder trägt einen randvollen Becher Limonade bis zur Hecke und wieder zurück. Wer am langsamsten ist, gewinnt. Aber wer kleckert, muss von vorne anfangen.“ Mama nahm sich sofort einen Becher. „Ich bin dabei. Langsam kann ich richtig gut.“ Bald stand eine ganze Reihe Gäste mit Bechern auf der Wiese.

Seite 14

Papa ging so langsam, dass er schließlich einfach stehen blieb und sich nicht mehr rührte. „Stehenbleiben gilt nicht!“, rief Mathilda. „Ich bin ein Schwan, der schläft“, sagte Papa mit geschlossenen Augen. Alle lachten so sehr, dass die Becher schwappten. Auch Mathilda kleckerte Limonade auf ihr weißes Kleid. Sie schaute auf den Fleck und kicherte. „Macht nichts. Muss ja nicht perfekt sein.“

Seite 15

Als es dunkel wurde, funkelten die Lichterketten über dem Garten und die Kommunionkerze brannte zwischen den Kuchentellern. Mathilda kuschelte sich zwischen Mama und Papa auf die Bank. „Na, meine kleine Schnecke?“, flüsterte Papa. „Glücklich wie ein Schwan“, sagte Mathilda. Dann zupfte sie ganz leise an ihrem Ohrläppchen und Mama und Papa wussten sofort, was es hieß: Alles gut, ich hab euch so lieb.

Über dieses personalisierte Kinderbuch

„Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan“ ist ein Beispielbuch von Kreativbuch. Genau so ein Buch kannst du für dein eigenes Kind erstellen: mit Namen, Aussehen und bis zu fünf Charakteren, vom Geschwisterkind bis zum Haustier. Geschichte und Illustrationen entstehen dabei jedes Mal individuell neu.

Dieses Buch wurde im Stil „3D-Filmglanz“ illustriert, einem von 13 Illustrationsstilen, aus denen du beim Erstellen wählen kannst.

Die Geschichte eignet sich für Kinder im Alter von 7-9 Jahren und umfasst 15 illustrierte Seiten.

Häufige Fragen zu diesem Buch

Kann mein Kind die Hauptrolle in einem Buch wie „Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan“ spielen?
Ja. Du legst Name und Aussehen deines Kindes fest und kannst bis zu fünf Charaktere hinzufügen. Die Geschichte und alle Illustrationen werden individuell für dein Kind erstellt.
In welchen Formaten gibt es ein Buch wie „Langsam wie eine Schnecke, stolz wie ein Schwan“?
Als digitales PDF zum Sofort-Download oder gedruckt als Softcover und Premium-Hardcover mit 32 Seiten in Vollfarbe. Die aktuellen Preise findest du auf der Preisseite.
Wie lange dauert es, ein eigenes Buch zu erstellen?
Das digitale PDF ist in etwa 15 bis 30 Minuten fertig. Gedruckte Bücher kommen ungefähr 4 bis 9 Tage nach deiner Druckfreigabe bei dir an.

Weitere Kinderbücher zum Durchblättern

Alle Bücher ansehen

Text und Illustrationen dieses Buches wurden mit KI erstellt.