Die Kerze mit dem Sockenfisch – Personalisiertes Kinderbuch
Ein Regenbogen, zwei warme Hände und ein ganz besonderer Tag
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„Die Kerze mit dem Sockenfisch“ zum Nachlesen
Der vollständige Text dieses Beispielbuchs – zum Vorlesen oder um ein Gefühl für Länge und Erzählstil zu bekommen.
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Die Kerze war so weiß und so glatt, dass Emilia sich kaum traute, sie anzufassen. Sie stand mitten auf Sophies Küchentisch, umringt von Wachsplatten in allen Farben, einem kleinen Messer und einer Schachtel Zahnstocher. „Und wenn ich sie kaputtmache?“, fragte Emilia. Sophie lachte. „Die Kerze hat mehr Angst vor dir als du vor ihr. Jedes Bild soll für etwas stehen, das dir wichtig ist. Also, womit fangen wir an?“
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Eigentlich wollten sie zuerst nach draußen gehen, um echte Blätter zu sammeln und ihre Formen abzumalen. Doch gerade als Emilia ihre Jacke holte, prasselte der Regen so dicht gegen das Fenster, dass man die Straße nicht mehr sah. Emilia war enttäuscht, weil sie sich die Blätter schon genau vorgestellt hatte. Sie drückte ihre Hand gegen die beschlagene Scheibe. Sophie legte ihre große Hand daneben und zwei Abdrücke blieben im Nebel zurück.
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„Dann holen wir uns das Schöne eben nach drinnen“, sagte Sophie. Emilia überlegte und schnitt aus einer roten Platte ein Herz. „Das ist für alle, die am Sonntag mit mir feiern“, erklärte sie. Doch das Wachs war hart und die Spitze brach ab. Sophie nahm eine neue Platte, hielt sie eine Weile zwischen ihren Handflächen und reichte sie Emilia. Jetzt war sie weich wie Knete. „Warme Hände sind das Geheimnis“, sagte Sophie.
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Bald klebte das Herz fest auf der Kerze und Emilia war ziemlich stolz. Nun wollte Sophie einen Fisch machen. „Der Fisch ist ein uraltes Zeichen für Jesus“, sagte sie feierlich. Aber ihr Fisch bekam einen dicken Bauch und eine schlappe Schwanzflosse und sah aus wie eine Socke. Emilia lachte so sehr, dass sie sich am Stuhl festhalten musste. „Ein Sockenfisch!“ Sophie betrachtete ihn ernst. „Er wohnt eben im Wäschekorb.“
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Sophie pulte den Sockenfisch wieder ab und steckte ihn in ihre Hosentasche. „Der geht in Rente.“ Jetzt war Emilia dran. Sie wollte einen Regenbogen, weil sie sich nie für eine einzige Lieblingsfarbe entscheiden konnte und alle Farben zusammen am schönsten fand. Doch die dünnen Streifen zerbrachen, sobald sie sie bog. „Regenbögen sind empfindlich“, seufzte Sophie. Da hatte Emilia eine Idee. Sie drehte immer zwei Streifen zusammen wie eine Kordel.
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Die gedrehten Streifen hielten und bogen sich in einem leuchtenden Bogen über das Herz. Draußen wurde der Regen leiser. „Du hast gerade einen Regenbogen gerettet, der schon in Stücke gefallen war“, sagte Sophie. „Das schafft nicht mal der Wetterbericht.“ Emilia kicherte. Dann drehte sie die Kerze ein Stück und betrachtete die große leere Stelle in der Mitte. „Da muss das Allerwichtigste hin“, sagte sie. „Nur was ist das?“
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Emilia probierte einen Stern, doch der war zu klein. Eine Blume war hübsch, aber nicht richtig. Sie wurde ungeduldig und knetete das Wachs zu einem Klumpen. „Sag du doch, was hin soll!“ Sophie schüttelte den Kopf. „Das findest du, nicht ich. Ich halte so lange das Wachs warm.“ Emilia stapfte zum Fenster. Der Regen hatte aufgehört, doch auf der Scheibe waren die beiden Handabdrücke noch zu sehen, ein großer und ein kleiner.
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„Hände!“, rief Emilia. „Deine und meine!“ Sie legte Sophies Hand auf eine goldene Wachsplatte und fuhr mit einem Zahnstocher ganz vorsichtig um jeden Finger herum. „Das kitzelt“, flüsterte Sophie. „So still hab ich nicht mal beim Zahnarzt gehalten.“ Dann zeichnete Emilia ihre eigene Hand. Sie schnitt beide aus und drückte sie unter den Regenbogen, so dass sich ihre Fingerspitzen berührten.
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Sophie sah die Kerze lange an. „Genau das hat gefehlt“, sagte sie leise. Während Emilia sich das klebrige Wachs von den Fingern wusch, beugte Sophie sich über die Rückseite der Kerze. „Was machst du da?“, fragte Emilia. „Nur einen Krümel wegmachen“, antwortete Sophie, und zwar ein bisschen zu schnell. Emilia zog die Stirn kraus. Was hatte Sophie da hinten wohl gemacht?
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Am Sonntag läuteten die Glocken so laut, dass Emilia es im Bauch spürte. Sie stand in ihrem weißen Kleid vor der Kirche und hielt die Kerze mit beiden Händen. Ihre Familie und all die Gäste saßen schon drinnen. Emilias Herz klopfte, denn was, wenn sie stolperte? Sophie drückte ihr einen gefalteten Zettel in die Hand. „Mach ihn erst auf, wenn dein Herz am lautesten klopft.“
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Die Kinder stellten sich in einer Reihe an der großen Tür auf, alle mit ihren Kerzen. Da begann die Orgel zu spielen und Emilias Herz klopfte lauter als je zuvor. Sie faltete den Zettel auseinander. „Dreh die Kerze um. Ganz unten.“ Vorsichtig drehte Emilia die Kerze. Dort, ganz klein, saß der Sockenfisch! Er hatte jetzt sogar ein winziges Herz als Auge.
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Emilia musste die Lippen fest zusammenpressen, um nicht laut loszulachen, und auf einmal war die Aufregung wie weggeblasen. Auf der Rückseite des Zettels stand noch etwas: „Falls du vergisst, dass ich da bin: Ich bin direkt hinter dir. Deine Sophie.“ Emilia drehte sich um. Da stand Sophie und zwinkerte ihr zu, als hätten die beiden gerade einen Schatz versteckt.
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Dann gingen sie hinein. Sophie legte ihre Hand auf Emilias Schulter und die Hand war warm, genau wie damals am Küchentisch. Emilia ging aufrecht und ganz ruhig, die Kerze hielt sie fest und gerade. Durch die bunten Fenster fiel Sonnenlicht und malte rote, gelbe und blaue Flecken auf den Boden. „Ein Regenbogen“, dachte Emilia und fühlte sich so stolz und so sicher wie noch nie.
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Als ihre Kerze angezündet wurde, leuchtete die kleine Flamme genau über den beiden goldenen Händen. Emilia empfing zum ersten Mal die Kommunion und wurde dabei ganz still und hell innen drin. Die ganze Zeit spürte sie, dass Sophie nur einen Schritt hinter ihr war. Später traten sie hinaus in die Sonne, und die Glocken läuteten wieder, diesmal nur für die Kinder.
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Beim Fest stand die Kerze mitten auf dem geschmückten Tisch und um sie herum lachten und erzählten die Gäste. Emilia zeigte auf den winzigen Fisch. „Du hast ihn gar nicht weggeworfen!“ „Einen Sockenfisch wirft man nicht weg“, sagte Sophie. „Den hebt man für die wichtigsten Tage auf.“ Emilia griff nach Sophies Hand. „Immer noch warm“, flüsterte sie. Sophie drückte sie fest. „Für dich immer, Emilia.“
Über dieses personalisierte Kinderbuch
„Die Kerze mit dem Sockenfisch“ ist ein Beispielbuch von Kreativbuch. Genau so ein Buch kannst du für dein eigenes Kind erstellen: mit Namen, Aussehen und bis zu fünf Charakteren, vom Geschwisterkind bis zum Haustier. Geschichte und Illustrationen entstehen dabei jedes Mal individuell neu.
Dieses Buch wurde im Stil „Aquarell“ illustriert, einem von 13 Illustrationsstilen, aus denen du beim Erstellen wählen kannst.
Die Geschichte eignet sich für Kinder im Alter von 7-9 Jahren und umfasst 15 illustrierte Seiten.
Häufige Fragen zu diesem Buch
- Kann mein Kind die Hauptrolle in einem Buch wie „Die Kerze mit dem Sockenfisch“ spielen?
- Ja. Du legst Name und Aussehen deines Kindes fest und kannst bis zu fünf Charaktere hinzufügen. Die Geschichte und alle Illustrationen werden individuell für dein Kind erstellt.
- In welchen Formaten gibt es ein Buch wie „Die Kerze mit dem Sockenfisch“?
- Als digitales PDF zum Sofort-Download oder gedruckt als Softcover und Premium-Hardcover mit 32 Seiten in Vollfarbe. Die aktuellen Preise findest du auf der Preisseite.
- Wie lange dauert es, ein eigenes Buch zu erstellen?
- Das digitale PDF ist in etwa 15 bis 30 Minuten fertig. Gedruckte Bücher kommen ungefähr 4 bis 9 Tage nach deiner Druckfreigabe bei dir an.
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